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Eindrücke von der
PROWEIN 2009

Verkostung der „Union des Grands Crus“ :

Die jährlich in Düsseldorf stattfindende Weinmesse PROWEIN hat ein traditionelles Highlight:
Die große Bordeaux Verkostung des auf den Markt kommenden Jahrgangs.

Diese Veranstaltung wird von der honorigen Vereinigung der Top-Weingüter aus dem Bordelais, der Union des Grands Crus durchgeführt.

Der Jahrgang 2006 stand schon bei den Fassproben im Frühjahr 2007 im Schatten des vorangegangenen, sogenannten „Jahrhundert-Jahrgangs“.
Allerdings haben viele Kritiker nach der Verkostung der Flaschenproben des Jahrgangs 2006 ihre ursprüngliche Meinung revidiert.
James Suckling vom Weinmagazin „Wine Spectator“ bewertete mehr als 100 Weine mit 90+ Punkten und auch Robert Parker gab den Weinen nach der 2jährigen Reifezeit gute Noten.

Die Atmosphäre dieser Verkostung in den Rheinterrassen, Sonntagmorgen um 10h00 war, wie immer, ein besonderes Erlebnis. Schon von Beginn an drängen sich die Fachbesucher, unter ihnen Weinjournalisten, Händler, Restaurantbesitzer und Sommeliers vor den Anmeldetischen.
Jeder nimmt sich ein Glas und los geht es: Entweder systematisch, beginnend mit den Weißweinen aus Graves und Pessac, oder zielstrebig hin zu den Topweinen wie z.B. Leoville Barton / St.Julien oder Canon La Gaffelière / St.Emilion.
Viele Gutsbesitzer/Innen waren persönlich anwesend und diskutierten mit den Besuchern. Französische Sprachkenntnisse sind allerdings immer noch von Vorteil.

Mein Fazit:
Die Weine sind, bis auf wenige Ausnahmen, schon jetzt gut zugänglich und bestechen durch gute Frucht mit perfekt eingebundenem Tannin. Es ist ein Jahrgang mit einer angenehmen „Frische“, dem besonderen Merkmal der Weine aus Bordeaux, im Unterschied zu manchen marmeladigen Fruchtbomben aus der südlichen Hemisphäre.

Besonders gut gelungen waren, nach meinem Geschmack, die Weine aus Margaux , wie Giscours, Ferrière, Prieuré Lichine und Rauzan-Ségla.
Sehr gut gelungen auch einige Vertreter der Cru Bourgeois Fraktion mit Chasse-Spleen, Fonreaud sowie Fourcas-Hosten mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis der beiden Letztgenannten.
Preis-Leistung stimmt ebenfalls bei Chateau La Tour Carnet aus dem Haut-Médoc, wo Bernard Magrez seit Jahren kontinuierlich die Qualität verbessert.
Haut-Bages-Liberal und die Pichon-Longueville Weine waren meine Favoriten aus Pauillac.
Gut gefallen haben mir aus St. Julien Chateau St. Pierre, Léoville-Barton sowie Talbot.
Der fruchtigste und zugänglichste Wein war Chateau La Pointe aus dem Pomerol.
Die Merlot dominierten Weine aus St. Emilion sind immer schon früh gut zu genießen, mit Canon La Gaffelière als Spitzenreiter und einem sehr schönen Chateau La Couspaude.

Thema bei vielen Besuchern war natürlich die Wirtschaftskrise und deren Auswirkung auf die Preisgestaltung der großen Weine aus Bordeaux.
Wie werden sich die Käufer aus Asien und Osteuropa verhalten? Fest steht, dass die klassischen Bordeauxkäufer aus England und Amerika für eine gewisse Zeit ausfallen werden und es fraglich sein wird, ob die neuen Länder dieses Volumen kompensieren können.
Für den Jahrgang 2008 bedeutet dies, nach übereinstimmender Aussage der anwesenden Gutsvertreter: Die Preise werden fallen.


Eindrücke von der
PROWEIN 2008

Verkostung der „Union des Grands Crus“ :

Einer der Höhepunkte der alljährlich in Düsseldorf stattfindenden PROWEIN ist die große Verkostung der „Union des Grands Crus“ in den Rheinterrassen.
Mitglieder der Union sind ca. 150 Chateaux aus den großen Anbaugebieten des Bordelais.
Verkostet wurden die Weine des Jahrgangs 2005.
Viele Weinhändler, Einkäufer und Journalisten fanden sich ein, was angesichts der Vorschlusslorbeeren und der guten Noten der Fassproben dieses Jahrgangs nicht verwunderlich war.
Die Verkostung war, wie jedes Jahr, hervorragend organisiert und so konnten die vielen Besucher zügig die Weine verkosten.

Alle Weine hatten ein übereinstimmendes Merkmal:
Dichte und kräftige Tanninstruktur.
Besonders kräftig in dieser Hinsicht waren die Weine aus Pessac-Leognan, wie z.B. Haut-Bailly, Latour-Martillac, Smith Haut Lafite und Domaine de Chevallier.
Auch die wegen ihres hohen Merlot-Anteils sonst so früh zugänglichen Weine aus St. Emilion waren keine Ausnahme.
Ich fand teilweise sehr trockene Tanninbomben wie z. B. La Gaffelière.
Überraschend zugänglich zeigten sich viele Grand Crus aus dem Médoc, insbesondere die Margaux-Weine waren runder und fruchtiger.

Meine Favoriten waren:
Pessac-Leognan: Malartic Lagraviére
St. Emilion: Canon la Gaffeliére, Franc Mayne
Pomerol: Clinet, Beauregard
Margaux : Brane Cantenac, Durfort Vivens, Ferriere, Dauzac
Saint-Julien : Beychevelle, Branaire Ducru, Leoville-Poyferré
Pauillac : Batailley, Haut-Bages-Liberal, Pichon Longueville
St. Estephe : Lafon Rochet

Auch von den vertretenen Cru Bourgeois konnte man hervorragende Ergebnisse verkosten:
Labégorce und Chasse Spleen sehr gut, Beaumont sicherlich das beste Preis-Leistungsverhältnis.

Fazit:
Wer schon jetzt diesen außergewöhnlichen Jahrgang aus Bordeaux verkosten möchte, sollte an den Grands Crus vorbei zu den „einfachen“ Bordeaux Supérieurs und zu den Chateaux und Zweitweinen aus den Satellitenlagen wie Côtes de Blaye oder Castillon greifen.

Wer dagegen Wein für die Hochzeit der Tochter/des Sohnes oder die eigene Silberhochzeit einlagern möchte, der hat bei diesem Jahrgang die große Auswahl.

Aber was trinkt man während der Wartezeit ?
Greifen Sie zu den 2004er Weinen oder zum Jahrgang 2002. Sie finden köstliche, fruchtige und nicht zu schwere Vertreter der Cru Classés zu angenehmen Preisen. Auch in unserem Shop.

Was gab es sonst noch auf der Messe zu entdecken ?

Die Winzer der Provence hatten einen Gemeinschaftsstand, wo man die Gelegenheit bekam, die Vielzahl der Appellationen der Provence kennen zu lernen.
Wir haben für den Sommer einige Rosé-Weiss- und Rotweine eingekauft.
Chateau de Fonscolombe - Coteaux d’Aix : Rosé, Weiss und Rot
Domaine Ferme Blanche - Cassis : Weiss ( eine interessante Cuvée aus Marsanne und Clairette) und Rot ( 100 % Mourvedre )
Domaine Henri Bonnaud - Palette : Rosé und Rot

Wir haben lange gezögert einen Chateauneuf du Pape ins Programm aufzunehmen. Fast jedes Jahr haben wir Weine dieses Anbaugebietes verkosten.
Dieses Jahr sind wir fündig geworden:

Domaine Chante Cigale
Der 23jährige Alexandre Favier präsentierte die Weine der Domaine, für die er nach dem Tode seines Vaters die Verantwortung übernommen hat.
Sowohl der Chateauneuf du Pape als auch die Cuvée Vieille Vignes waren hervorragend und begeisterten uns auf Anhieb.
Wir vekosteten auch den weissen Chateauneuf , der sich als wahre Fruchtbombe präsentierte.
Wir haben spontan alle 3 Weine in unser Programm aufgenommen.

Italien:

Wir sind weiter dabei unser Programm italienischer Weine auszubauen.
Dieses Jahr wurden wir fündig und haben zwei Rotweine aus der Toskana sowie einen Rotwein aus Umbrien ins Programm aufgenommen:

Toskana:
Fattoria Ambra - Carmignano Riserva Motalbiolo 2004 Fattoria Poggio a Poppiano – Flocco 2000 (eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Merlot)

Umbrien:
Perticaia Montefalco Rosso 2005 (eine Cuvée aus Sangiovese, Sagrantino und Merlot)

Natürlich haben wir auch den neuesten Jahrgang unseres Lugana St. Cristina von Zenato geordert. Leider gab es in 2007 eine geringe Ernte und so ging der Kelch der Preiserhöhung nicht an uns vorüber. Außerdem bestellten wir neue Weine des Hauses Zenato :
Cormi 2006 (eine Cuvée aus Corvina und Merlot)
Cresasso 2004 ( Corvina)


Neue Klassifikation in St.Emilion

Die mit Spannung erwartete Entscheidung ist gefallen!

Neue Grand Cru Classés aus unserem Sortiment sind :

Chateau Destieux

Chateau Fleur Cardinale

Chateau Grand Corbin Despagne


J.C. Boisset - Bourgogne

"Lasst die Natur arbeiten..."

In allen Weinbergen der Marke “Boisset” gelten die Prizipien:

Schutz der Weinstöcke in Einklang mit Flur und Fauna.

Dies beinhaltet den Verzicht auf die Anwendung von Herbiziden, Enzymen oder anderer industriell gefertigter Hilfsmittel für den Winzer.
Der Oenologe von Boisset, Gregory Patriat ist ein Vertreter der neuen französischen Generation, wie z.B. Stéphane Dérénoncourt in Bordeaux.
So werden im Weinberg durch den Einsatz von angesiedelten Kolonien von Junikäfern der Befall durch schädliche Insekten verhindert.
Die Behandlung der Rebstöcke erfolgt nach dem Mondkalender.
Die Trauben werden manuell in kleinen Körbchen geerntet.
Im Keller wird der Wein sich selbst überlassen, so wird z. B. der Gärprozess nicht durch künstliche Hefen angestossen, damit das Mikroklima jedes Weinberges zum Ausdruck kommt.

So dauert es bis zu einem Jahr bis die Malolaktische Gärung in Eichenholzbottichen anfängt.
Auch im Keller werden die verschiedenen Schritte, wie z.B. die Abfüllung auf Flaschen nur mittels Schwerkraft, nach dem Mondkalender,mit ganz geringer Filtrierung, ausgeführt.

Diese Philosophie von Jean-Claude Boisset dient ausschließlich dem Qualitätsziel.
Deshalb erscheint auch auf den Flaschen kein Bio-Label.

Die Herkunftsbezeichnung "Bourgogne" deckt das gesamte Spektrum der 4 großen Anbaugebiete ab:

Im Norden das Gebiet Yonne mit Chablis mit den frischen, mineralischen Weinen, das Gebiet zwischen Dijon und Beaune, dessen Weine Fülle und Reichhaltigkeit besitzen, das Gebiet um Chalon sur Saone, mit den leichten, fruchtigen Weinen und nicht zuletzt die südlichen Gebiete um Macon mit den Kalk-Schieferböden die unterschiedliche Stile erzeugen.

Eine große Auswahl dieser exquisiten Weine finden Sie in unserem Shop!
Ihr wine2expert - Team



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