Clos de la Roche GC Boisset 2002 / rot
Die Ortschaft Morey-Saint-Denis, zwischen Gevrey-Chambertin und Chambolle-Musigny, beherbert nicht weniger als 5 Grand-Cru Lagen. Clos de la Roche weist auf einen Felsen hin, an dem in der Keltenzeit religiöse Riten praktiziert wurden.
Der Weinberg ist schwer zu bearbeiten:
Generationen von Winzern haben sich an dem, mit unzähligen braunen Kalkbrocken übersäten Boden, erschöpft.
Dieser Boden bringt einen strengen, in der Jugend verschlossenen Wein hervor, mit einem phantastischen Alterungspotenzial.
Auch hier wieder die Philosophie des Oenologen, Gregory Patriat:
Alte Rebstöcke (100 % Pinot Noir), Mini-Erträge, keine Düngung, strenge Bearbeitung des Bodens nach oekologischen Gesichtspunkten.
Die Weine werden per Hand geerntet und in kleinen Körbchen transportiert. Die Trauben werden einzeln von den Reben getrennt, sortiert und ungepresst von oben in die Eichenholzgärbottiche gefüllt. Die Gärung dauert ca. 3 Wochen. In dieser Zeit werden die oben schwimmenden Schalen mit nackten Füßen in den Bottich gedrückt.
Keinerlei oenologische Zusatzstoffe finden hier Anwendung.
16 bis 18 Monate reifen die Weine in Eichenholzfässern, die lediglich zu 20 % jährlich erneuert werden.
Der Wein ist ungefiltert und sollte deshalb unbedingt bei 12-14 Grad Celsius gelagert werden.
Dem tiefdunklen Wein entströmen Aromen von Gewürzen und Kirschfrüchten.
Viel Tannin im Mund aber nur wenig Holznoten.
Die Lagerfähigkeit ist nahezu unbegrenzt.